Kein Krach unter unserem Dach

Unser Projekttag mit den Schwerpunkten Geräusche, Lärm und Hören begann mit einem ganz praktischen Beispiel:
In unserer Turnhalle erwartete uns ein großer Parcours mit vielen Hindernissen. Diese sollten wir möglichst leise und geräuschlos überwinden. Die Lärmampel in der Mitte der Halle hat jeden Mucks registriert und auf „Rot“ geschaltet, wenn wir nicht leise genug waren. Gar nicht so einfach!

Dieses Wissen haben wir sogleich angewandt und uns möglichst leise zurück zu Klasse bewegt, um keine anderen Schulkinder zu stören. Das können wir schon richtig gut.

Im Sitzkreis haben wir Hörversuche gemacht. Wusstet ihr, dass wir Geräusche viel besser hören können, wenn wir uns zuvor 30 Sekunden lang die Ohren zugehalten haben? Und wusstet ihr auch, wie viel man hören kann, obwohl es vermeintlich still ist? Wir haben es an der Tafel gesammelt.

Auch zu Hause oder beim Spielen ist immer viel zu hören. Bei einer Lauschübung haben wir einem Kinderzimmerbild Geräusche zugeordnet. Schwieriger wird es, wenn ein Geräusch nur sehr leise ist: Unser in der Klasse versteckter tickender Wecker war kaum für uns zu finden.

Wir haben laute und leise Geräusche unterschieden und festgestellt, dass Lärm uns nirgendwo gut tut: Wir können uns schlechter konzentrieren, bekommen vielleicht sogar Kopfschmerzen, erschrecken uns bei plötzlichem Lärm, schlafen schlechter, wenn es laut ist und vieles mehr. In unserem Innenohr spielt sich bei lauten Geräuschen einiges ab. Gefährlich wird es, wenn wir uns zu oft Lärm aussetzen oder es mal besonders laut ist, wie zum Beispiel an Silvester. 

Viele Kinder konnten von Großeltern mit Hörgeräten berichten und sogar einer unserer Mitschüler bekommt demnächst eins. Wir werden rücksichtsvoll mit im umgehen!

Bei „Mäuschen, sag mal Piep“ konnten wir noch einmal unser Hörvermögen unter Beweis stellen und zum Wochenabschluss noch einige Rhythmen gemeinsam klatschen, denn zusammen klingt fast alles besser – und das hören wir gern!

Wir begannen mit einer Übung: 1 Minute ganz still sein, 1 Min. leise sein, 1 Min. mittellaut sein, 30 Sek. ganz laut sein. Wir stellten die Lärmampel auf und probieren aus, wie empfindlich sie ist.

Wir spielten verschiedene Spiele, die mit Geräuschen zu tun haben:

  • Geräuscherätsel – Knistern von Papier, Schlüsselklappern, Heft umblättern, Musik, Plastik knistern, Schuhe trampeln, an die Tafel schreiben, Glöckchen klingeln.
  • Wir ordnen Bildkarten einem Geräusch zu.
  • Ein Blatt soll möglichst geräuschlos durch die Klasse gereicht werden, das klappt schon richtig gut.
  • Wecker im Klassenraum suchen

Was sind schöne Geräusche? Was sind unangenehme Geräusche und warum sind sie unangenehm? – Ein Poster mit einem großen Ohr wird an der Tafel aufgehängt. Um das Plakat herum schrieben wir auf Moderationskarten, welche Geräusche laut und welche leise sind.

 

 

Wir sprachen darüber, wie man sich vor Lärm schützt, den Schäden am Ohr sind u. U irreparabel. Lärm ist für den ganzen Körper eine Belastung! Lärm in der Schule schadet allen – man ist abgelenkt, kann sich schwer konzentrieren, es ist schwierig, zuzuhören.

Auf einem AB schauten wir uns an, welchen Lärm Kinderspielzeug macht. Wir beschrifteten oder malten, was zu laut ist.

Ganz leise und aufmerksam begaben wir uns auf eine Fantasiereise: Die Abenteuer des Igels Muckl und malten nach meditativer Musik schöne Mandalas, die wir mit einem Museumsgang begutachteten.

Den Aufbau des Ohres schauten wir uns an und besprechen den Text – Hanna braucht ein Hörgerät  (aus Gesund und Munter BZgA)

Im Musikraum vertonten wir ein Gedicht: Das Gewitter – und schafften auch leise Geräusche!

In der Turnhalle hatte Frau Heinen einen tollen Parcours aufgebaut, der so leise wie möglich begangen werden musste. Die Lärmampel in der Mitte sollte möglichst wenig auf Rot zeigen. Das hat allerdings nicht gut geklappt…. Spaß hat es trotzdem gemacht!

Zum Schluss haben wir Papierknaller gebastelt und bemalt– nach den leisen Phasen waren die ganz schön laut!

Wir die Zebraklasse haben während des Projekttages durch Spiele, Experimente und Gespräche unser eigenes Bewusstsein für die Entstehung von Lärm geschärft.

Gemeinsam haben wir entdeckt, dass wir unsere Ohren nicht abschalten können. Über ein Spiel zur auditiven Wahrnehmung haben wir angenehme und unangenehme Geräusche zusammengetragen. Diese Liste haben wir mit Eindrücken aus dem Alltag der Kinder ergänzt. Lärm ist allgegenwärtig – ob in der Schule, zu Hause oder in der Freizeit. Mit der Liste, Lärmmessungen und dem Verständnis, dass z.B. ein hoher Lärmpegel im Klassenraum das konzentrierte Arbeiten erschwert, konnten wir Handlungsweisen der Lärmvermeidung erarbeiten.

 

Abschließend haben wir an 6 Stationen Experimente zum Thema Lärm und die Eigenschaften von Schallwellen ausprobiert.

Zunächst haben wir festgestellt, dass man Ohren nicht schließen kann. Das ist wichtig, damit uns unser Hörvermögen auch im Schlaf vor Gefahren warnen kann. Gleichzeitig bedeutet es, dass wir unsere Ohren deswegen besonders vor Lärm schützen müssen.

Mit einem Film von „Willi will´s wissen“ haben wir über das Hören informiert.

Auf dem Schulhof haben anschließend gemessen, bis zu welchem Abstand wir uns flüsternd verstehen können. Das funktioniert sogar bei über 15 Metern!

 

Bei einem Hörspaziergang konnten wir viele Geräusche hören, auf die wir sonst kaum bemerken.

 

 

 

 

An der Autobahn und am Bahnübergang war es viel zu laut! Wir haben über Lösungsmöglichkeiten gesprochen: Wenn man Autofahrten meiden oder langsamer fahren würde, würde es schon deutlich leiser werden.

Im Klassenraum haben wir uns Ideen überlegt, wie wir uns daran erinnern können, dass wir auch hier Ruhe brauchen, um leichter lernen zu können:

Die drei Jungen haben sich für uns ein Ruhezeichen überlegt.

Ein paar Kinder haben passende Schilder gemalt und manche haben sich Slogans überlegt.

Ausgewählt haben wir:

Lass das Gemecker, es geht uns auf den Wecker!

Bitte keinen Lärm, sonst ist die Pause fern!

Sei eine Maus und lass kein Wort heraus!

Am Ende des Schultages haben wir unser Hören mithilfe von Hörspurgeschichte trainiert.

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